Geistlich sehen- wie geht das?

Bibelstudium zum Thema ” Geistlich sehen”

Geistlich sehen- Bibelstudium   als pdf

 

Wir haben geistliche Augen

Eph.1,18   …… durch die Wiedergeburt haben wir geistliche Augen

Joh. 3,13         und können das Reich Gottes sehen.

Ebenso wie wir als die Schafe Jesu “seine Stimme hören” können, können auch alle wiedergeborenen Menschen geistlich sehen.

Beziehung zwischen natürlichen Augen und geistlichen Augen

Für die Wahrnehmung der natürlichen Welt dient das natürliche Auge.

Für die Wahrnehmung der geistlichen Welt dient das geistliche Auge. (Mth. 13:11+16)

Das natürliche Auge sieht eigentlich nicht wirklich. Es hat vielmehr auf der Netzhaut helligkeits- und farbempfindliche Zapfen, die an Nervenenden des Sehnervs reichen. Über den Sehnerv werden die Impulse zum Gehirn geleitet und dort entsteht erst das Bild. Das Gehirn “sagt” dem Menschen, was er sieht, das Auge dient als Hilfe dabei. So wie bei einem Computerprogramm ein Bild aus unendlich vielen Informationen über Helligkeit und Farbe, einzelnen “bits” zusammengesetzt wird, so formt unser Gehirn aus all den Informationen, die durch das Organ Auge übertragen werden, schließlich ein Bild. Wie letztendlich das Gehirn in der Lage ist, dem Menschen zu “sagen”, was er sieht, ist ein großes Wunder. Es braucht dazu jedenfalls auch eine Zeit, in der verschiedene Informationen gespeichert werden. Ein Baby kann nicht gleich die Eltern erkennen. Das dauert ungefähr 3 Monate, bis sich das erkennende Lächeln zeigt. Nun erst weiß das Baby, wen es vor sich sieht und was die Informationen von Hell und Dunkel bedeuten.

Sehen- wahrnehmen- erkennen

Die Tatsache, dass ich also Augen habe, bedeutet noch lange nicht, dass ich automatisch

a)      alles wahrnehme, was ich sehe und

b)      alles erkenne (also interpretieren kann), was ich sehe

Joh. 14: 7+9    Jesus verbindet in Vers 9 das Sehen mit dem Erkennen. Ewiges Leben ist fortschreitendes Erkennen. Die Jünger haben zwar Jesus gesehen- aber ihnen fehlte noch das Erkennen

1.Kor.13,12    Wir sehen  – aber noch undeutlich – wir erkennen- aber noch stückweise. Erst in der Ewigkeit werden wir in der Lage sein, geistlich immer klar zu sehen.

Beim geistlichen Sehen und Erkennen wirkt der Heilige Geist in unserem Geist. Der Heilige Geist “sagt” uns, was wir sehen- genauso wie das Gehirn dem natürlichen Menschen “sagt”, was er sieht. Ohne den Heilgen Geist können wir nicht richtig geistlich sehen, obwohl wir geistliche Augen haben.

1.Kor.2:9-13   Der Heilige Geist allein gibt uns diese Erkenntnis, die wir mit den natürlichen Augen nicht sehen können.

Eph. 1:17-23   Paulus bittet, dass unsere geistlichen Augen erleuchtet werden, damit wir sehen und erkennen können. Wie im Natürlichen das Auge Licht braucht, um etwas wahrzunehmen, so auch unsere geistlichen Augen. Das Wort Gottes ist zum Beispiel solch ein Licht. Wenn ich mich unter der Leitung des Heiligen Geistes damit beschäftige, kann ich dann wahrnehmen und erkennen, worum Paulus hier bittet.

Nicht alles, was mit dem Auge erfasst wird, wird auch wahrgenommen. Man kann “sehend nicht sehen”.

 

Math. 13: 13-16  und Joh. 12,40      Das Volk Israel hörte und sah mit natürlichen Augen und Ohren, sie nahmen aber dennoch nichts vom Reich Gottes wahr, weil ihr Herz verstockt war.

Röm. 1:19-22             Die Menschen sehen etwas von der Schöpfermacht Gottes, aber sie geben in ihrem Herzen der Erkenntnis, dass sie etwas von Gott wahrnehmen, keinen Raum.

Mark. 8:16-21             Jesus macht klar, dass auch die Jünger mit einem “harten Herzen” nicht in der Lage sind zu sehen, obwohl sie geistliche Augen haben!

Das menschliche Herz/sein Geist ist sozusagen die Erkenntniszentrale, in die hinein der Heilige Geist meldet: “Das siehst du”. Wenn der Mensch aber nicht erkennen will, dann wird er allen Irrtümern gegenüber offen.

 

Math. 5:8        Selig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen. Wenn also die Empfangszentrale “rein” ist, dann kann man geistlich gut sehen.

Jesu Heilung der Blinden war eine prophetische Zeichenhandlung, deren Bedeutung Jesus in Joh. 9:39-41 selber erklärt. Durch das Kommen Jesu werden die geistlich Blinden sehend.

Apg. 26,18      Es ist der Wille Jesu, dass Menschen die “Augen geöffnet” werden und sie sich dann, weil sie ihre Sünde plötzlich sehen können, auch bekehren.

Zur Zeit Jesus gibt es eine Überlappung von natürlichem und geistlichen Sehen.

Math. 17:1-8   Bei der Verklärung Jesu sehen die Jünger eine Überlappung von der geistlichen Welt und der natürlichen Welt. Sie sehen die Herrlichkeit Jesu.

1.Joh. 1:1-3 Johannes kann davon reden, was er gesehen hat – im Gegensatz zu vielen Israeliten hatten die Jünger mehr wahrgenommen.

Was können / sollen wir nach dem Zeugnis der Schrift mit den geistlichen Augen sehen  ?

Apg. 26:18      unsere Sünde und die Finsternis dieser Welt

Off.3:17 ff      unseren eigenen geistlichen Zustand, so wie Gott ihn sieht.

1. Kor. 15:5-9 Christus als den Auferstandenen

Joh. 14:9         Gott, den Vater

Luk 2:30         das Heil Gottes

Luk 19:42       was zum Frieden dient

2. Kor.3:18     die Herrlichkeit des Herrn

Hebr.12:2        Jesus- den Anfänger und Vollender des Glaubens

Joh. 5:19         sehen, was der Vater tut

2. Kor. 4,17+18          das Unsichtbare, also Gottes Welt

Was haben Menschen spezifisch von Gott und seinem Reich nach dem Zeugnis der Schrift alles wahrgenommen/gesehen?

Jes. 6:1-5         den Herrn, seinen Thron, die Thronengel, den Altar , die Kohlen auf dem Altar, die Aktivität der himmlischen Engel im Thronraum

Hes. 1:1-28     Wind, Feuer, Glanz, Cherubim, Blitze, Räder mit Felgen voller Augen, die Herrlichkeit des Herrn als Glanz des Regenbogens

Hes. 8:16        die verborgene Sünde einzelner Menschen

Hes. 9             die Vorbereitung zum Gericht Gottes durch die Engel Gottes

Sowohl Mose als auch Johannes  sahen die Stiftshütte im Himmel.

In der Offenbarung schreibt Johannes über sehr Vieles, was er sehen konnte und was ihm gezeigt wurde, z.B

  • den Menschensohn in seiner Auferstehungsherrlichkeit
  • Sterne in Jesu Hand, Leuchter, Tür im Himmel
  • Älteste im Himmel, 7 Geister , ein gläsernes Meer, eine Buchrolle
  • die Aktivität der Engel im Himmel
  • die Aktivität Jesu im Himmel
  • die Aktivität der Heiligen im Himmel, speziell ihre Anbetung
  • Pferde, Reiter auf Pferden, Seelen der Märtyrer, Gerichte Gottes
  • Siegel Gottes, Musikinstrumente: Harfen, Posaunen
  • Räucherwerk, Räucherfass
  • die Schalen voll vom Zorn Gottes
  • Engel des Abgrundes, Plagen
  • Bundeslade, den Tempel Gottes
  • den Drachen, das Tier aus dem Meer
  • Gerichtsthrone, das Weltgericht
  • das neue Jerusalem

Zusammenfassend erkennt man in der Schrift eine überwältigende Fülle der Einsichten, die Gott in seine himmlische Welt gewährt.

Was fördert die Fähigkeit geistlich zu sehen?

Viele Christen haben noch gar nicht bemerkt, dass sie überhaupt in der Lage sind, geistlich etwas zu sehen. Im Leib Christi gibt es viele verschiedene Glieder, die alle unterschiedliche Aufgaben haben. Darunter gibt es auch die “Augen”- das sind prophetisch begabte Menschen, die besonders häufig Einblicke in die geistliche Welt bekommen in Form von Visionen oder anderen geistlichen Bildern. Auch wenn diese Menschen eine besondere Aufgabe des Sehens für den Leib haben, heißt das nicht, dass die anderen Glieder deswegen blind wären oder nicht sehen könnten. Wie schon oben erwähnt, können alle wiedergeborenen Menschen geistlich hören und sehen. Aber wie auch im natürlichen Bereich, muss diese Fähigkeit geschult und gefördert werden. Jeder Christ kann also zunehmen in seiner Fähigkeit geistlich zu sehen. Dabei sind mehrere Bereiche sehr entscheidend:

1. Licht

Ps. 36:10         in Gottes Licht sehen wir das Licht ( also seine Welt und seine Wirklichkeiten)

1. Joh.1:7        wir sollen daher im Licht wandeln

Joh. 3:19         wir müssen das Licht lieben

Ps: 119:105     durch das Wort Gottes erhalten wir Licht

Joh. 8:12         Jesus ist selber das Licht der Welt – die Gemeinschaft mit ihm bringt uns

daher Licht         (siehe dazu auch die Prophetie am Ende)

2. Glaube

Joh. 11:40       wenn du glaubst , wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen.

Es ist grundlegend wichtig zu glauben, dass ich sehen kann und dass Gott möchte, dass ich etwas sehe!.

Jes. 32:1-5       der Glaube nimmt die Verheißungen Gottes diesbezüglich an.

3. Umgang

2. Kor.4,6       Gott gibt in unsere Herzen Licht, damit durch uns bei anderen eine Erleuchtung entsteht und sie dadurch die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu sehen können.

Wenn wir Umgang mit Leuten haben, die im Sehen geschult sind, dann können wir von ihnen lernen, wie wir besser sehen können. Diese Menschen haben oft schon mehr Licht in ihrem Leben aufgenommen und sind daher in der Lage uns zu “erleuchten”.

4. Gebet

Jak. 4:2           wenn wir nicht bitten, werden wir auch nichts empfangen

2. Mose 33:18 Mose bittet: Lass mich deine Herrlichkeit sehen

Wir können Gott also darum bitten, dass wir etwas Spezifisches von ihm sehen dürfen.

Ps. 119,18       öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder an deinem Gesetz. (spezifische Bitte)

Off.3:18          wir sollen um Augensalbe bitten, damit wir sehend werden.

5. Zeit

Um genau hinzusehen braucht es Zeit. Wie im Natürlichen, prägt sich mir auch im Geistlichen das genau und bleibend ein, was ich mir gründlich ansehe.

6. Blickrichtung – eine Entscheidung, was ich ansehen will.

Es liegt in meiner Entscheidung, was ich mir ansehe. Viele Menschen in der Bibel haben daher bewusste Entscheidungen getroffen, worauf sie ihre Augen richten wollen.

Ps. 16:8                       David entscheidet sich den Herrn allezeit vor Augen zu haben

Ps. 25:15                     meine Augen sehen stets auf den Herrn.

2.Sam. 16:7                alle seine Rechte habe ich vor Augen

Ps.26:3                        deine Güte ist vor meinen Augen

Gal. 3:1                       durch die Verkündigung wird uns Christus vor Augen gemalt -

sehen wir hin?

Hiob 31:1                   er hat einen Bund gemacht mit seinen Augen,

dass er nicht lüstern blickt.

Auch das, was ich mir im Natürlichen ansehe, fördert oder behindert meine geistliche Sehfähigkeit. Wenn ich mir viel Unreinheit ansehe, dann sehe ich bildlich gesprochen in die Finsternis hinein und ohne Licht kann ich geistlich nicht gut sehen. Jesus gibt daher den radikalen Ratschlag in Math.18:9: Wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, dann reiß es aus.

7. Der Standpunkt

Wieweit ich von dem, was ich mir ansehe, entfernt bin, verändert meine Wahrnehmung. Es kommt immer auch auf die Perspektive an! Gott möchte uns in die Höhe heben, damit wir aus seiner Perspektive her sehen.

Ps.24:3-6         Wir sollen auf den Berg des Herrn gehen

Ps. 92:12         dann können wir auf die Feinde herabsehen

Jes.33:15-18    durch ein gerechtes Leben können wir in der Höhe wohnen

und den König in seiner Schönheit sehen.

Kol.1:13          wir sind schon mit Christus in das Reich Gottes versetzt worden

Was kann unsere Fähigkeit geistlich zu sehen behindern oder beeinträchtigen?

Einerseits können wir jetzt ganz klar sagen, dass alles, was das Gegenteil von den Punkten ist, die mein Sehen fördern, mein Sehen also beeinträchtigt.

Ich möchte hier folgende spezifische Punkte benennen:

  • das unreine Herz
  • das verstockte Herz, dass sich nicht beugen will und nicht sehen will
  • Unglaube
  • auf das Falsche/Unreine hinsehen – das Sehen in ein falsches Licht führt zur Verblendung
  • falscher Umgang mit Leuten, die mich entmutigen, mir Lügen einreden, etc.
  • Gebetslosigkeit
  • keine Zeit für Gott
  • keine Beschäftigung mit seinem Wort
  • falscher Standpunkt: sich selbst und seine Sicht als den Maßstab aller Dinge zu halten- keine Bereitschaft, sich auf Gottes Perspektive einzulassen.
  • Faulheit

                                   Prophetisches Wort

1995 hatte eine Schwester in meiner Gemeinde eine Vision und dann dazu ein prophetisches Wort, das noch einmal Vieles, was durch das Bibelstudium jetzt deutlich geworden ist, anschaulich macht.

“Ich schaute auf Jesus und sah plötzlich nur noch Ihn.

Er stand im Altarraum als gleißende Lichtfigur und wurde immer größer.

Der gesamte Gottesdienstraum erstrahlte in einem Glanz, der alles übertraf, was ich jemals gesehen hatte oder mir auch nur in den kühnsten Träumen hätte vorstellen können. Alles war von diesem Licht erfasst. Nichts und niemand konnte sich ihm entziehen. Er fing an zu sagen: “Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes, und der Hölle (Luk. 24: 5+6; Off. 1: 18). Wer auf mich schaut, wird leben.

Je länger und intensiver ihr auf mich schaut, desto mehr und desto deutlicher werdet ihr mich sehen. Ihr tretet dann in meinen Lichtstrahl, werdet beleuchtet und erleuchtet und mein Licht verändert euch. Durch mein Licht und in meinem Licht lernt ihr zu sehen. Ihr lernt mich, das Licht, zu sehen.

Je länger ihr mich anschaut und je länger ihr in meiner Gegenwart, in meinem Licht bleibt, desto sichtbarer werde ich eurem Geist und in eurem Leben und nur so, in diesem Prozess, werde ich aus der geistlichen Welt heraustreten und auch mit eurem Verstand und für eure menschlichen Augen sichtbar werden. Ihr werdet mich so sehen, bevor die Welt mich sieht und mein Erscheinen in dieser Welt offenbar wird. Durch euer beständiges Schauen auf mich, durch eure bedingungslose Auslieferung an mein Licht, könnt ihr mein Kommen beschleunigen. So bereitet ihr mir den Weg, denn siehe, ich komme gewaltig.

Satan will das verhindern. Er weiß dass er nur noch ganz kurze Zeit hat. Er bäumt sich auf und sucht zu zerstören, was aus mir geboren ist, was ihm gefährlich ist und zu seinem endgültigen Untergang führt.

Deshalb führt er seine Schläge besonders gegen Israel und mein geliebtes jüdisches Volk ‑aber genauso gegen  das gesamte und echte Volk Gottes. Deshalb wundert euch nicht, wenn ihr angefochten werdet.

Alles muss meinen Absichten dienen und meine Pläne zur Erfüllung bringen. Ich will erschüttern, was zu erschüttern und nicht von mir ist. Wenn ihr dann und solange ihr in meinem Licht seid, wird euch nichts geschehen. Selbst dann, wenn ihr gerüttelt und geschüttelt werdet. Das muss sein und dient zu eurem eigenen Besten, damit ihr vor mir bestehen könnt Deshalb bleibt in meinem Licht und fürchtet euch nicht .”

Anmerkung:

Manche Menschen fragen sich vielleicht, wie es eigentlich sein kann, das man Visionen hat.

Es gibt  die offene Vision, bei der man die Augen offen hat und die geistliche Schau quasi die natürliche Sicht überlagert und es gibt die innere Vision, wobei der Seher die Augen geschlossen hat.

Wenn wir verstanden haben, dass unser Auge nicht wirklich etwas sieht, sondern dass das eigentliche Bild im Gehirn entsteht, dann begreifen wir vielleicht leichter die Möglichkeit, dass Gott in diesen Bereich unseres Gehirn hinein durch seinen Geist ein Bild “sendet”- . Dabei können unsere Augen offen oder geschlossen sein- das ist letztendlich egal, da die Information, die an das Gehirn übermittelt wird, diesmal vom Geist Gottes kommt und nicht von der Pupille.

Ebenso benutzt der Heilige Geist auch unser Gehirn, wenn er zu uns in unserer Sprache reden will- wir hören ihn quasi in unseren Gedanken reden.

Da wir eben Menschen sind und nicht reine “Geister”, gebraucht Gott bestimmte Gegebenheiten des Leibes, um mit uns zu kommunizieren. Das Gehirn scheint dabei eine Art Schaltzentrale  zu sein, die Signale sowohl aus der natürlichen Welt, als auch aus der geistlichen Welt zu “übersetzen” vermag, so dass wir sie letztendlich verstehen.

Natürlich sind wir nicht bis ins Letzte in der Lage die Geheimnisse von Gottes Wirken in uns zu verstehen- aber das kann uns eine kleine Hilfe sein.

Responses

  1. Liebe Frau Stresemann,
    ich danke Ihnen für diese Ausarbeitung. Ich bin seit vielen Jahren gläubig, aber bin sehr oft sehr traurig über meinen Zustand der geistl. Sehschwäche und ich suche nach dem Grund. Ihr Wort, besonders das Prophetische Wort am Ende hat mir gezeigt, dass viel intensiverer Hinwendung an Jesus nötig ist. Dies will ich üben.
    Meinen Sie, dass auch ein Grund für die geistl. Armut darin liegen kann, dass Deutschland ein “hartes Pflaster” ist und wir deshalb auch als wirklich gläubige Christen so wenig Gebetserhörung erleben? Manchmal habe ich selbst den Eindruck, dass die Gebete gar nicht bis zu Gott durchdringen, obwohl wir wirklich eine Gemeinde sind, die es ernst meint.
    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Vielen Dank!

    • Liebe Frau Klein
      ich habe mich sehr gefreut, dass diese Ausarbeitung sie ermutigt hat. Ich denke, auch wenn Deutschland geistlich ein hartes Pflaster ist, dass es wirklich möglich ist, Gott ganz nah zu sein und mit ihm von Herzen verbunden zu leben. Im Moment bewegt sich der Heilige Geist ganz neu in unserem Land. Ich höre das von vielen Seiten und kann es selber bezeugen und erlebe es auch. Die schwere Decke beginnt sich zu heben, Durchbrüche im Geist erfolgen hier und da und das wird jetzt zu nehmen. Wir sind in einer neuen Zeiten Deutschland. Ein großes Problem von uns Deutschen ist, dass wir ganz viel über den Verstand machen und Gott nicht wirklich in diesem Sinne von Herzen suchen. Er hat er gesagt: wenn ihr mich von Herzen sucht, will ich mich finden lassen. Aber wir machen ganz viel über den Verstand und trauen es gar nicht, dass das Herz sich ganz tief ausstreckt nach Gott. Ich glaube es geht gar nicht so sehr um Gebetserhörung sondern um eine Tiefe Liebesgemeinschaft mit Jesus. Aus der heraus entspringt dann das Vertrauen, dass wir auch brauchen, um Gebetserhörung zu erleben. Das geistliche Sehen kann man einüben. Ich selber bin auch immer noch sehr am lernen und üben. Eine große Hilfe ist es sich Bilder aus der Offenbarung zu nehmen und sie sich anzufangen visuell innerlich vorzustellen. Dann kommt der Heilige Geist dazu und hilft. Gott geht es nicht um unsere Anstrengung, unsere Methoden-Gott möchte unser Herz. Und ich glaube, da haben wir alle noch viel zu lernen, Ballast- auch religiösen Ballast- Taste abzuwerfen. Seien sie ermutigt-Gott hört uns immer, er hat uns schon geliebt, bevor wir überhaupt einen Gedanken an ihn verschwendet haben!
      Viele Grüße,
      Rosemarie Stresemann

      • Liebe Frau Stresemann,

        ich habe mich wirklich sehr über Ihre Antwort gefreut, auch meine Töchter haben Ihre Zeilen gelesen und lernen davon (Sie haben sich im letzten Jahr taufen lassen!). Die Idee mit dem visuellen Vorstellen biblischer Bilder ist ein guter Tipp, das werde ich tun. Die Aussage, dass der Verstand bei uns Deutschen und genauso bei mir sehr im Weg zu stehen scheint, ist richtig, bloß wie kann man das ändern? Ich habe mir nun zum Ziel gesetzt, die Bibellese auf 2-6 Kapitel pro Tag auszuweiten und Stille vor Gott zu suchen. Natürlich auch erst mal wieder ein “Tun”, genauso wie das Betrachten der bibl. Bilder, aber wenn Gottes Geist hineinkommt, ist es bestimmt ein Start. Es kommt vermutlich darauf an, wieviel ich von Gott sehen möchte und ob ich den Preis der Zeit bezahlen will. Für viele Christen wäre wohl die Dinge, die ich durch das Wort Gottes höre, ausreichend, aber mir hat es noch nie genügt. Und immer, wenn ich dann einen Tiefschlag erlebe, wie z.B. ein inniges, im Glauben gesprochenes Gebet (ein Hinauswagen auf den See) und das Gegenteil tritt ein, fange ich erneut an, nach den Gründen zu suchen. Danke für Ihre Ermutigung, es hilft mir, mit neuer Zuversicht weiterzugehen.
        Liebe Grüße,
        Claudia Klein


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